Ausstattung

Standkruzifix

Im Altarraum unserer Kirche ist ein 4,30 Meter hohes Standkruzifix errichtet. Der Korpus dieses Kunstwerkes ist eine Arbeit des Berliner Künstlers Ernst Gustav Jägers (1880 – 1954). Der Korpus wurde 1947 aus Linden- und Erlenholz erschaffen. Vermutlich war es eine Auftragsarbeit des damaligen Leiters der inneren Mission, Pastor Theodor Wenzel (1895 – 1954). Im Jahr 1960 wurde das Kruzifix dem geistlichen Direktor des Central-Diakonissenhauses-Bethanien in Berlin-Kreuzberg, Pastor Martin Schaaf, für die Anstalt übergeben. Das Kruzifix wurde in einer Nische der Vorhalle des Bethanien aufgestellt und man konnte dort in stiller Andacht verweilen. Nach dem Verkauf des Bethanien im Jahr 1969 wurde das Kruzifix in der benachbarten Ev. St. Thomas-Kirche eingelagert. Als im Jahr 1989 für St. Thomas eine Asbestsanierung anstand, wurde das Kruzifix in einen Lagerraum des Ev. Konsistoriums überführt. In dieser Zeit wurde in unserer Gemeinde angefragt, ob wir dieses Kruzifix als Dauerleihgabe in unserer Kirche aufstellen möchten. Der damalige Gemeinderat hat dieses Angebot dankbar angenommen. Unter künstlerischer Fachaufsicht wurde das Kruzifix in der alteingesessenen Tischlerei Kienitz in Berlin-Wedding restauriert und ein neues Kreuz angefertigt. Um das Kruzifix sicher aufzustellen, wurde im Altarraum ein aufwendiges Fundament gebaut. Am Karfreitag 1990 wurde das Kruzifix in einem feierlichen Gottesdienst aufgestellt.

Die Orgel

„Kapellmeisterin Gottes“

Das architektonische und klangliche Kleinod wurde 1988/1990 konstruiert und erbaut von der Orgelbauwerkstatt Karl Schuke in Berlin-Zehlendorf. Ihre feierliche Einweihung fand am 24. Mai 1990 in statt.

Die Orgel hat 15 Register in 20 Reihen, aufgeteilt in Hauptwerk mit Pedalwerk und dem Rückpositiv. Sie hat 2 Manuale und Pedal sowie Ca. 1000 Pfeifen aus Holz und Zinnlegierungen. Die Orgel wird in Fachkreisen als ein besonders gelungenes Kunstwerk gelobt.

Pedal Hauptwerk Rückpositiv
Subbass 16″ Prinzipal 8″ Holzgedackt 8″
Gemshorn 8″ Rohrflöte 4″ Salicional 8″
Spitzflöte 4″ Octave 4″ Flauto dolce 4″
Trompete 8″ Spitzflöte 4″ Prinzipal 2″
  Feldflöte 2″ Sesquialter 2 2/3
  Mixtur 2″ 3-4f Terz 1 1/3
  Trompete 8″ Larigot 1 1/3 + 1
    Tremulant

Des weiteren sind folgende Koppeln vorhanden: I / II, II / P, I / P

Die Register Spitzflöäte 4″ und Trompete 8″ im Pedal sind Transmissionen aus dem Hauptwerk. Die Terz 1 1/3 im Rückpositiv ist eine Extraktion aus der Sesquialter 2 2/3.

Glockenturm und Glocke

Neben der Kirche steht ein niedriger Campanile mit angelehnter Freitreppe zur Empore. In ihm hängt eine 670 kg schwere Glocke mit einem Durchmesser von 1,30 Metern und einer Höhe von 1,10 Metern. Sie wurde 1972 von Petit & Gebrüder Edelbrock in Bronze gegossen und erklingt im Schlagton g‘.

Gemälde an Wänden und Trennwänden

Die Gemälde an den Wänden und Trennwänden sind Arbeiten des Künstlers Manfred Henkel (1936-1988), erschaffen in der Zeit von 1972-1974. Dargestellt wird der erste Schöpfungstag bis zum jüngsten Gericht. Möglichkeit und Ordnung werden aufgehoben, das Ende der sichtbaren Welt.