Gemeinde

Mit Wirkung vom 1. Juli 1971 unter dem Namen „Apostel-Philippus-Gemeinde“ als selbstständige Gemeinde anerkannt. Da es in Berlin mehrere „Philippus-Gemeinden“ gibt, wird der Name “Evangelische Kirchengemeinde Am Seggeluchbecken“ in Erwägung gezogen. Seit 1973 ist dies der offizielle Name unserer Gemeinde.

 

 

Gemeindezentrum

Erbaut wurde es in den Jahren 1971/72 von dem Architekten Bodo Fleischer (1930 – 2013), einem Schüler Hans Scharouns (1893 – 1972). Das Gemeindezentrum besteht aus mehreren Gebäudeteilen, die sich zum Teil durch Nutzung auf verschiedenen Ebenen abwechslungsreich aneinander schmiegen. Der Gebäudekomplex besteht aus der Kirche der Kindertagesstätte, den Büros der Gemeinde und einem Wohnbereich mit vier Wohnungen. Innerhalb des Komplexes befinden sich Lichthöfe, die, bunt bepflanzt, die Gesamtheit der Anlage auflockern. An die Kirche, auf dem Grundriss ungleichschenkliger Sechsecke, mit einer geschwungenen Holzdecke, ihrem roten Ziegelboden und den transparenten Fenstern schließt sich der Gemeindesaal mit seiner spitzwinkligen Bühne an. Die Kirche mit ihren 250 Plätzen kann durch Öffnen der Faltwand zum Gemeindesaal auf 450 Plätze erweitert werden. Weitere Räume, wie z.B. Teeküche und Sakristei gehen in verschiedenen Ebenen ineinander über.

Standkruzifix

Im Altarraum unserer Kirche ist ein 4,30 Meter hohes Standkruzifix errichtet. Der Korpus dieses Kunstwerkes ist eine Arbeit des Berliner Künstlers Ernst Gustav Jägers (1880 – 1954). Der Korpus wurde 1947 aus Linden- und Erlenholz erschaffen. Vermutlich war es eine Auftragsarbeit des damaligen Leiters der inneren Mission, Pastor Theodor Wenzel (1895 – 1954). Im Jahr 1960 wurde das Kruzifix dem geistlichen Direktor des Central-Diakonissenhauses-Bethanien in Berlin-Kreuzberg, Pastor Martin Schaaf, für die Anstalt übergeben. Das Kruzifix wurde in einer Nische der Vorhalle des Bethanien aufgestellt und man konnte dort in stiller Andacht verweilen. Nach dem Verkauf des Bethanien im Jahr 1969 wurde das Kruzifix in der benachbarten Ev. St. Thomas-Kirche eingelagert. Als im Jahr 1989 für St. Thomas eine Asbestsanierung anstand, wurde das das Kruzifix in einen Lagerraum des Ev. Konsistoriums überführt. In dieser Zeit wurde in unserer Gemeinde angefragt, ob wir dieses Kruzifix als Dauerleihgabe in unserer Kirche aufstellen möchten. Der damalige Gemeinderat hat dieses Angebot dankbar angenommen. Unter künstlerischer Fachaufsicht wurde das Kruzifix in der alteingesessenen Tischlerei Kienitz in Berlin-Wedding restauriert und ein neues Kreuz angefertigt. Um das Kruzifix sicher aufzustellen, wurde im Altarraum ein aufwendiges Fundament gebaut. Am Karfreitag 1990 wurde das Kruzifix in einem feierlichen Gottesdienst aufgestellt.

 

Die Orgel

„Kapellmeisterin Gottes“

Das architektonische und klangliche Kleinod wurde 1988/1990 konstruiert und erbaut von Karl Schuke Berlin-Zehlendorf und an 24. Mai 1990 in Dienst gestellt. Die Orgel hat 17 Register Orgelhauptwerk und Rückpositiv, 2 Manuale, 1 Pedal. Ca. 1000 Pfeifen aus Holz und Zinnlegierungen. Die Orgel wird in Fachkreisen als ein besonders gelungenes Kunstwerk gelobt.

 

Glockenturm und Glocke

Neben der Kirche steht ein niedriger Campanile mit angelehnter Freitreppe zur Empore. In ihm hängt eine 670 kg schwere Glocke mit einem Durchmesser von 1,30 Metern und einer Höhe von 1,10 Metern. Sie wurde 1972 von Petit & Gebrüder Edelbrock in Bronze gegossen und erklingt im Schlagton g‘.

 

 

 

Gemälde an Wänden und Trennwänden

Die Gemälde an den Wänden und Trennwänden sind Arbeiten des Künstlers Manfred Henkel (1936-1988), erschaffen in der Zeit von 1972-1974. Dargestellt wird der erste Schöpfungstag bis zum jüngsten Gericht. Möglichkeit und Ordnung werden aufgehoben, das Ende der sichtbaren Welt.